Vom schlechten Start bis zum fast glücklichen Ende

Oränsch Göp 2013, die Titelverteidigung war gefragt! Wie abgemacht trafen wir uns pünktlich um 09.30 Uhr in der Halle. Alle? Nein, ein unbeugsamer Mitstreiter …. …aber lassen wir das. Fragt ihr euch etwa, warum ihr schon wieder mein Geschreibsel lesen müsst? Tja, auch das grosse Schweigen war nicht anders als in Altendorf. Aber dafür hatte ich eine Ausrede, als es ums Spaghetti-Essen ging. Aber alles der Reihe nach:

Unser Startspiel gegen Unihockey Mäntigabig gelang uns nicht ganz wie gewünscht. Wir mussten eine 2:3-Niederlage einstecken. Das Ärgerliche daran war, dass das 2. Tor des Gegners eigentlich nicht hätte zählen dürfen. Das Tor wurde nämlich dank eines hohen Stockes erzielt. Aber da wir ja wissen, dass man Schiedsrichterentscheide nicht diskutieren muss, nahmen wir das ganze ziemlich gelassen hin.

Auch Spiel 2 gegen die Funky Turtle war eigentlich eher eine Blamage. Wir hatten bestimmt so an die 100 Chancen, schafften es aber nur ein einziges Mal den Ball auch wirklich zu versenken. Da der Gegner ein bisschen treffsicherer war, ging auch dieses Spiel negativ für uns aus (1:2).

Etliche Diskussionen begannen: Sollen wir so weiterspielen? Wie könnten wir die Blöcke umstellen? Was müssen wir ändern? Gebracht hat es ….. gar nichts! Im 3. Spiel trafen wir auf unseren letztjährigen Finalgegner cut the crap. 2:7 fegten sie uns vom Platz. Und damit waren wir noch gut bedient. Denn ein Blick auf die anderen Spiele zeigte uns noch ganz andere Resultate, immer zu Gunsten von cut the crap.

Von fünf Mannschaften kommen nur die ersten vier in die Viertelfinals. Somit war klar, dass wir wenigstens unser letztes Gruppenspiel gewinnen mussten. Wieder umstellen, so weiterspielen, dass war hier die Frage! Wie auch immer. Gegen die Schlosshüüler 2 gelang es uns endlich ein ganz passables Spiel aufzuziehen. Der 3:1-Sieg sieht harmloser aus als er war. Wir dominierten das Spiel von Anfang an ganz klar. Somit sicherten wir uns den Einzug in die Viertelfinals. Erste Hürde geschafft!

Die Lollipops machten uns dann aber das Leben wieder schwer. Innerhalb der ersten 2 Minuten stand es bereits 0:2. Irgendwie waren wir wohl nicht richtig anwesend, erwachten dann aber aus unserer Lethargie, glichen aus und legten sogar vor. 2 Minuten vor Spielende stand es dann 6:4 für uns. Dann gaben die Lollipops aber alles, Torhüter raus, 4. Feldspieler rein und der Tornado begann!! Nur mit grösster Mühe gelang es uns Stand zu halten. Den 5. Gegentreffer mussten wir noch in Kauf nehmen, aber dann erlöste uns die Sirene. Puh, Glück gehabt und die zweite Hürde hinter uns!

Im Halbfinal trafen wir bereits wieder auf alte Bekannte, die Funky Turtle. Gut vorbereitet gingen wir ins Spiel und legten schon früh einen Treffer vor. Zu früh, denn es gelang uns einfach kein weiterer Treffer. Und einen Eintore-Vorsprung über 11 Minuten zu verwalten …. naja, es kam wie es kommen musste. Ein blöder Fehler unsererseits ebnete dem Gegner den Weg zum Ausgleich. Und kurz vor Schluss mussten wir noch den 2. Gegentreffer hinnehmen. Somit war nichts mit der Titelverteidigung. Oder etwa doch? Kurze Zeit später erklärte uns nämlich eine Funky Turtle-Spielerin Folgendes: Sie hätten zu viele lizenzierte Spieler (zwei statt nur einem, plus alle Frauen inkl. Goalie). Dies sei dem Jurytisch leider bekannt und deshalb gelte dieses Spiel für sie als verloren. Also rutschten wir als Verlierer trotz allem ins Finalspiel! Wenn das mal kein Glück ist ….. und Hürde Nummer 3.

Und dann kam das grosse Déjà-vu: Im Finale trafen wir wieder auf cut the crap. Wie letztes Jahr. Das Gruppenspiel gegen sie hatten wir verloren. Wie letztes Jahr. Im Final gewannen wir. Letztes Jahr. Und auch im 2013 machten wir es unserem Gegner nicht leicht. Angriff über Angriff auf beiden Seiten, Zweikämpfe und Tore hüben wie drüben. Und da wir gerne noch etwas länger Unihockey spielen wollten, trennten wir uns 3:3. Penaltyschiessen war angesagt. Dieses mal konnte ich es leider nicht abgeben, weil Lili sich ganz einfach weigerte und ja bekanntlich mindestens eine Frau schiessen muss. Natürlich gelang es mir nicht, mich so richtig in Szene zu setzen. Und auch Mäx konnte seine Penalty-Bilanz nicht beschönigen. Wir gingen so richtig sang- und klanglos unter. Aber ….. nach unseren Startschwierigkeiten vom Morgen hätten wir ja sowieso nicht an einen Finaleinzug geglaubt. Deshalb sind wir mit unserem 2. Platz vollauf zufrieden! Oder?

Zum Schluss noch: Nächstes Mal lasse ich vielleicht wirklich besser Alessandro schiessen. Er sagte mir nämlich nach meinem Penalty: „de isch jo uuu schlächt gschosse gsi, das het ich vill besser chöne!!“

Mit dabei am Oränsch Göp: Nadine, Lili, Streuli, Mäx, Jérôme (unser neuer Knipsi, oder liegt es nur am neuen Stock?), Thomas, Päsce, Sonja mit Alessandro als moralische Stütze.

Schreiberling: Sonja

Ach ja, grossen Dank an Streuli, der ganz spontan den Spaghetti-Plausch bei sich zu Hause durchführt. Wir freuen uns schon auf deine Kochkünste!

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